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  • Minimierter Speicherbedarf
  • Kurze Reaktionszeiten
  • Flexible Kommunkationsmechanismen
  • Umfangreiches Angebot an verfügbaren Treibern und Protokoll-Stacks.

EUROSmp

EUROSmp unterstützt den Einsatz mehrerer Mikrocontroller/Cores auf einer einzelnen Hardware-Plattform bzw. in einem Netzwerk. Das objektorientierte Design des Betriebssystems ermöglicht dabei die transparente Nutzung aller Systemdienste unabhängig sowohl von der Verteilung der Systemobjekte als auch von der Anzahl der eingesetzten CPUs.

EUROSmp unterstützt folgende Betriebsarten in einer Multiprozessor-Umgebung:

  • Eng-gekoppelter (symmetrischer) Mehrrechnerbetrieb (Multiprocessing):

Mehrere Mikrocontroller/Cores stellen transparent ihre Rechenleistung zur Verfügung und ermöglichen eine parallele Ausführung mehrerer Prozesse bzw. Tasks. Diese Betriebsart zeichnet sich durch die größtmögliche Flexibilität aus und sorgt für eine gleichmäßige Auslastung aller Mikrocontroller/Cores.

Sowohl Code als auch Daten müssen in einem sog. globalen Speicherbereich untergebracht werden, zu dem alle Mikrocontroller/Cores Zugang haben.

Die Rechenleistung wird einfach durch Aufnahme weiterer CPUs/Cores erhöht. Dabei nimmt aber – bedingt durch die Notwendigkeit, die Zugriffe auf die globalen Daten zu synchronisieren - die Busbelastung zu, was zur Senkung der zu erwartenden Verarbeitungsleistung führt.

  • Lose-gekoppelter Mehrrechnerbetrieb:

Mehrere autonome mikroprozessor-basierte Systeme werden eingesetzt, die bei Bedarf Informationen bzw. Daten über einen gemeinsamen Speicher bzw. über ein Netzwerksystem austauschen. Der Vorteil dieser Anordnung liegt in der klaren Aufteilung der Gesamtaufgabe auf getrennte Funktionseinheiten. Der Datenaustausch kann in diesem Fall beispielsweise über den sog. Message Passing Mechanismus (MPI) erfolgen.

Die fehlende Flexibilität im Hinblick auf die gleichmäßige Auslastung der einzelnen Mikroprozessor-systeme stellt ein Manko dieser Mehrrechner-Architektur dar.

  • Gemischter Mehrrechnerbetrieb:

Um die Nachteile der hohen Busbelastung beim eng-gekoppelten Mehrrechnerbetrieb zu vermeiden bei gleichzeitiger Beibehaltung der Flexibilität des lose-gekoppelten Mehrrechnerbetriebs wurde unter EUROS der sog. "Gemischte Mehrrechnerbetrieb" eingeführt. Diese Betriebsart ist nur durch das objektorientierte Design des Betriebssystems möglich.

Die Systemobjekte wie Prozesse, Tasks, Treiber-Pakete, Kommunikations- bzw. Synchronisations-mechanismen usw. können - unter Berücksichtigung der Anforderungen der Anwendung - entweder im lokalen oder aber im globalen Speicherbereich platziert werden.

Im globalen Speicher werden beispielsweise nur solche Objekte eingerichtet, die übergeordnete Funktionen verkörpern und von allen Mikrocontrollern/Cores ausgeführt werden können. Dagegen werden Tasks und Treiber-Module, die die Steuerung von Peripherie-Controllern übernehmen einem lokalen Speicherbereich zugeordnet. Über die Unterbringung der Systemobjekte im lokalen bzw. im globalen Speicher wird bei deren Erzeugung entschieden. Die Verwaltung der Systemobjekte ist für die Anwendung völlig transparent. Die Nutzung der Systemdienste bleibt sowohl für lokale als auch für globale Systemobjekte ebenfalls völlig transparent.

 

 

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